Geschichte Zyperns im Überblick
Nach Christi Geburt Herrschaft Roms
Ab 395 Zugehörigkeit zu Ostrom/Byzant
vor 500 Autokephalie (Alleinverwaltung) der orthodoxen Kirche Zyperns
647 – 649 Araber- und Sarazeneneinfälle
969 Wiederum byzantinisch unter Nikeforos Phokas
1184 Trennung vom Kaiserreich Byzant
1191 Eroberung durch Richard I. Löwenherz während des dritten Kreuzzuges
1192 – 1489 Eigenständiges Königreich der von Richard Löwenherz eingesetzten Dynastie Lusignan mit Famagusta als Hauptstadt
1489 – 1571 Herrschaft Venedigs
1570 – 1571 Eroberung durch die Osmanen
1573 Formeller Verzicht Venedigs auf Zypern und Ansiedlung von 30 000 Türken
1821 Ermordung des Erzbischofes als türkische Rache aufgrund Sympathiebekundungen griechischer Zyprioten für den Befreiungskampf der Griechen
1856 Einrichtung griechischer Schulen auf Erlass des Sultans
1878 Verwaltung Zyperns durch England aufgrund einer Vereinbarung beim Berliner Kongress
1914 Annexion Zyperns durch England zu Beginn des Ersten Weltkrieges. Unter den Engländer wesentlich mehr Zyperntürken als Zyperngriechen in Verwaltungs- und Polizeifunktionen gedrängt.
1925 – 1960 Britische Kronkolonie
1931 Antibritische Erhebung von Teilen der Bevölkerung. Während des Zweiten Weltkrieges kam es zu einem Aufschwung der Unabhängigkeitsbestrebungen
1955 Enosis Bewegung für Anschluss an Griechenland. Die Regierung Grossbritaniens hetzte die türkische Minderheit auf Zypern dagegen auf. Dabei verlangten die Briten Hilfe aus der Türkei. Damit wurde ein Teil der türkischen Minderheit auf Zypern zum Instrument sowohl des britischen Kolonialismus als auch der neuen Expansionspolitik der Türkei.
1958/59 Züricher und Londoner Verträge
Diese beiden Verträge wurden von Grossbritanien, Griechenland, der Türkei, den griechischen und zypriotischen Griechen unterschrieben. Die Verträge begründeten die Unabhängigkeit Zyperns. Im Nachhinein wird in der 1.Verfassung der jungen Republik Zyperns der Grund für Reibungen zwischen den beiden Volksgruppen (griechische und türkische Zyprioten) gesehen.
1960 Unabhängigkeit Zyperns
1963/64 Beginn des interkommunalen Konflikts
1964 Intervention von UNO-Truppen
1967 Militärputsch in Griechenland
1974 Griechenland initiierter Versuch, Präsident Makarios zu stürzen
Die Türkei benutzte den Putsch vom 15.Juli 1974 als Vorwand, um auf Zypern zu intervenieren. Sie trat angeblich als Garant für die Unabhängigkeit Zyperns auf, doch mit dem Ziel die Unabhängigkeit der Insel zu zerstören.
20.Juli 1974 40.000 türkische Soldaten, unterstützt von Streitkräften zu Luft und zur See dringen in die Inselrepublik ein. Am 14.August unternahm die Türkei eine zweite Invasion. Dabei widersetzte sich die Türkei der Resolutionen des UNO-Sicherheitsrates, die zur Feuereinstellung und zum Truppenrückzug aufriefen sowie der Vereinbarung, die sie in Genf unterzeichnet hatte.
37% des Territoriums der Republik Zyperns kamen unter türkische Militärbesetzung und 40% der gesamten griechisch-zypriotischen Bevölkerung wurden vertrieben (ca. 180.000 Menschen). Immer noch werden 1619 Menschen jedes Alters vermisst.
2004 Beitritt des nichtbesetzten Südteil der "Republik Zypern" zur Europäischen Union.
